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Donnerstag, 11. August 2011

Skandinavien ruft!




Eigentlich ist es ja schon wieder zu in. Sobald Bloggermädls damit prahlen, dass ihr ganzer Kleiderschrank eigentlich ja nur aus Skandinavischen Designerstücken besteht, ist es aus und vorbei. Doch die Mode aus Kopenhagen und Stockholm ist wirklich einfach wunderbar und ganz anders. Kein überladender Schnickschnack. Kein Glitzer, wo er nicht hingehört. Und überall strahlt Natürlichkeit aus jeder Ecke. Einfach herrlich.

Da kann man es niemanden übel nehmen, mit seinen Schätzen anzugeben. Obwohl das schon sehr nach absoluter Trendsetter – und – alle – sollen – mich – bewundern klingt. Da passt doch das simple nordische Understatement gar nicht zu solch einer Dekadenz. Oder? Naja schaut euch lieber die aktuellen Modeschauen an und lasst euch ganz einfach inspirieren!

Ganz typisch sehen wir wieder gedeckte Farben: schwarz, weiß, grau und pastellfarben. Doch die ausgefallenen Schnitte lassen die einzelnen Kreationen ganz und gar nicht langweilig und eintönig erscheinen.

Eröffnet wurde die Stockholmer Fashion Week mit Rodebjer. Das Label lud in ein kleines, sehr luxuriöses Landhaus etwa 20 Minuten außerhalb der Stadt. Die ausgewählte Runde durfte über die farbenfrohen und wunderschönen Prints staunen. Gelb, Rotorange und Weiß waren die bunten Highlights und setzten die Akzente. Die Kollektion wurde angelehnt an die Vorstellung, eines Künstlers, der an der mediterranen Küste arbeitet. Da träumen die Skandinavier wohl auch von mehr Sonnenschein und wärmeren Gefilden, was? Der Künstler ist sehr casual gekleidet und tobt sich in langen, luftigen Kleidern, Maxiröcken im Ethnolook aus. Und wenn’s Mal etwas kälter wird, hängt man sich einfach einen groben Pullover um und schlüpft in eine bequeme Marlenehose.

Die Designerin Carin Rodebjer eröffnete diesen Dienstag ihren Webshop.

Dienstag, 12. April 2011

Lykke Li – ein schwedischer Wirbelwind



Letzte Woche war das Konzert von Indieikone Lykke Li. Ja – ich verwende hier den Ausdruck Ikone, denn diese kleine Schwedin schafft es wirklich nicht nur künstlerisch und musikalisch einen von ihrer Einzigartigkeit zu überzeugen, sondern auch definitiv durch ihr modisches Auftreten. Wo andere davor zurückscheuen, haut sie erst recht drauf. Zwar besticht sie gerade durch ihr skandinavisches Understatement, aber kreiert ihren Look so, dass er durch besonders extravagante Schnitte völlig heraussticht und einzigartig wird. Bei ihrem Auftritt trägt Madam einen schwarzen Trench, einen schwarzen Body und schwarze Strumpfhosen. Perfekt. Sehr aufreizend und doch nicht zu viel verratend.

Ja, ja die Skandinavier haben ja schon immer ein bisschen mehr Stilgefühl bewiesen als wir. Wenn man in Kopenhagen rum läuft und die vorbeigehenden Passanten begutachtet, fällt einem sofort auf, dass di meisten Mädls und Kerle einfach viel natürlicher aussehen und trotzdem was hermachen. Ich plädiere für mehr natürliche Individualität. Und damit meine ich nicht, dass man kein Shopping alà H&M oder Zara betreiben darf. Ganz im Gegenteil sollte man sich darauf konzentrieren, auch aus ganz alltäglichen Stücken etwas zu zaubern und sein Outfit nicht immer mit allen möglichen Accessoires zu ballern, damit am besten ein absolut überladener Eindruck entsteht. Man muss auch nicht zu dem klassischen schwarzen Basics greifen, aber man sollte unbedingt aufhören den Gürtel, die Ohrringe, den Eyeshadow und die Schuhe in ein und der selben Farbe zu tragen – am aller besten noch in Neonpink….